Die Wäsche

Die Haarwäsche

Grundsätzliches
Wenn unsere Haare nass werden, quellen sie auf. Sie sind dann besonders empfindlich, können leicht brechen oder Schäden an der Substanz nehmen. 
Deshalb: Versuche, den Waschzyklus so weit wie möglich zu dehnen! Versuche, anstatt täglich nur 2-3 mal pro Woche zu waschen, wenn möglich noch seltener. 
Du kannst dir diesen Rythmus angewöhnen, indem du dich langsam steigerst.
Besonders gute Erfolge habe ich erzielt, indem ich das Hinauszögern der Wäsche mit einem regelmäßigen Bürsten mit der WBB (WildschweinBorstenBürste) unterstützt habe. Mehr dazu unter "Werkzeuge".


Vor dem Waschen
Wichtig ist, vor dem Waschen die Haare gründlich mit einer Naturborsten-Bürste zu bürsten. Großmutters Spruch: "100 Bürstenstriche am Tag!" kann man dabei durchaus ernst nehmen ;) Achte darauf, dass die Borsten bis auf die Kopfhaut vordringen und diese richtig massieren. Das durchblutet die Kopfhaut und regt das Haarwachstum an! 
Eine Ölkur / Ölmassage kann außerdem sehr wohltuend auf Haar und Kopfhaut wirken. Verreibe etwas Öl deiner Wahl zwischen den Händen und fahre mit den Fingern durch das Haar, dicht an der Kopfhaut. Massiere in kreisenden Bewegungen das Öl in die Kopfhaut ein. Nun kannst du auch die Längen und vor allem die trockenen Spitzen deiner Haare behandeln. Daraufhin nochmal gut durchbürsten, damit sich das Öl verteilt. 


Das Haarwaschmittel
Zur Reinigung der Haare gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. 
Die bekannteste dürfte wohl das Shampoo sein, es ist leicht zu verteilen, schäumt schön und man kann es in den verschiedensten Ausführungen kaufen. Bei der Wahl des geeigneten Shampoos sollte man allerdings einige Dinge beachten: Das Shampoo sollte auf deine indivduellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Tendenziell eher trockenes Haar sollte man logischerweise nicht mit einem Shampoo für leicht fettendes Haar waschen ;) 
Du solltest, speziell, wenn du dein Haar lang wachsen lassen möchtest, auch darauf achten, soweit wie möglich von Silikonen in deiner Haarpflege wegkommen. Diese Stoffe, die du an der Endung -cone auf der Shampooflasche erkennst, legen sich wie ein Film um jedes einzelne Haar und reichern sich bei jeder Anwendung mehr und mehr an. Das Haar erscheint glatter und glänzender, wird jedoch in Wahrheit immer schwerer, nimmt keine Pflegestoffe mehr auf. Haarausfall, Schuppen und Ekzeme auf der Kopfhaut können die Folge sein. Shampoos ohne Silikone bekommt man z.B. von Alverde, Balea, Sante und verschiedenen anderen Herstellern. 
Haarseife ist eine weitere Möglichkeit der Haarwäsche. Egal ob selbst gesiedet oder vom Hersteller, Haarseifen haben meist eine weitaus geringere Überfettung als Körperseifen. Sie sind deshalb schärfer in der Reinigung und weniger pflegend. Dennoch kann es gelegnetlich dazu kommen, dass das Haar in den Längen fettig bleibt oder noch fettiger wird, als es vorher war.  Viele Anwenderinnen schwören auf Haarseife, jedoch bleibt es ein langer Weg, bis man die perfekte Seife für die eigenen Haare gefunden hat. Grundsätzlich sollte man nach jeder Wäsche mit Haarseife eine Spülung aus 1liter kühlem Wasser und 2-3 EL Zitronensaft anwenden, um hartes Wasser zu neutralisieren. 
Einer meiner Favoriten zur Haarwäsche sind verschiedene indische Kräuter, z.B. Shikakai, Amla und Soapnut. Die fein gemahlenen, getrockneten Kräuter werden mit heißem Wasser zu einem Brei verrührt und auf das angefeuchtete Haar gegeben. Kurz einwirken lassen und gründlich ausspülen. Der Geruch ist etwas gewöhnungsbedürftig (wer möchte, kann einige Tropfen ätherisches Öl beimischen), verfliegt aber beim Trocknen. Das Haar wird weich und vuluminös, Kopfhautjucken verschwindet beinahe sofort. 
Welche Alternative für dich die richtige ist, musst du selber ausprobieren. Jedes Haar ist anders!

Die Wäsche
Befeuchte alle Haare gründlich mit lauwarmem Wasser. Das Wasser darf nicht zu heiß sein, es schädigt sonst die Suppenschicht des Haars und trocknet es aus. 
Nimm ein wenig von deinem bevorzugten Haarwaschmittel (die Betonung liegt auf "wenig") und massiere damit wiederum nur die Kopfhaut. Verfahre mit dem Waschmittel, wie es in den Anwendungen beschrieben steht (Kräuter musst du z.B. länger einwirken lassen, Shampoo solltest du sofort ausspülen..). 
Hänge eventuell eine saure Spülung an, die du mit kühlem Wasser auswäschst.


Nach der Wäsche
Da das Haar nach der Wäsche sehr empfindlich ist, sollte es auf keinen Fall frottiert, gekämmt oder gebürstet werden. 
Drücke lieber mit einem Handtuch die gröbste Feuchtigkeit heraus und wickel das Haar ein. 
Wenn die Haare handtuchtrocken sind, können sie mit einem grobzinkigen Kamm leicht entwirtt werden, besser ist es jedoch, sie zuerst an der Luft ganz trocknen zu lassen, um sie dann erst zu entwirren.


Pflege
Nun kann ein Spitzenfluid oder ein pflegendes Öl in das untere Drittel der Haare einmassiert werden. Achte darauf, nur 2-3 Tropfen Öl zu nehmen, da die Haare sonst wieder schnell fettig werden.
Der ganze Wschvorgang nimmt zugegebenermaßen eine Menge Zeit in Anspruch. Aber wenn man den Waschzyklus erst einmal ausgedehnt hat, sodass man sich nur noch 1-2 mal in der Woche dieser Routine widmen muss, hat man automatisch mehr Zeit, sich damit zu beschäftigen und die Haar gebührend zu pflegen :-) 


 

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